geschnittene Gurken und Tomaten

Smartphone-Sucht: Wenn das Handy den Alltag bestimmt

In 2018 nutzten gemäß einer Studie der Bitkom Research GmbH 81 % der Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone. Hiervon können sich 73 % der Befragten ein Leben ohne ihr mobiles Endgerät nicht mehr vorstellen. Doch ab wann wird das „like“ zur Pflicht und der normale Konsum zur Smartphone-Sucht? Anerkannte Diagnosekriterien gibt es derzeit noch nicht. Diese wird es erst ab 2020 geben. Bis dahin sind allgemeinen Anzeichen einer Sucht, beispielsweise körperliche  Entzugserscheinungen wie Unruhezustände, heranzuziehen. Ferner korreliert eine häufige und lange Nutzungsdauer nicht zwingend mit einer Smartphone-Sucht. Kritisch wird es erst dann, wenn Freundschaften, Hobbys und Aufgaben vernachlässigt werden.

„Besonders wichtig ist es den ganzen Menschen zu betrachten, da diese Erkrankung häufig in Verbindung mit einem Burnout, einer Depression oder einer Angststörung auftritt“, weiß Dr. Hans Neustädter, Chefarzt der Celenus Klinik Bad Herrenalb. Auch bei Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl, nach Schicksalsschlägen und bei Mobbing ist die Gefahr groß in die Onlinewelt abzutauchen und so realen Problemen aus dem Weg zu gehen. Das Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm hat einen »Online-Selbsttest entwickelt, mit dem Sie Ihre Smartphone-Gewohnheiten überprüfen können.

Wir behandeln Patienten ab 18 Jahren in einer mehrwöchigen und stationären Rehabilitation bei Erkrankungen des Formenkreises der Onlinesucht, zu denen beispielsweise auch die Nutzung von sozialen Netzwerken und Videoportalen wie YouTube gehören.